Donnerstag, November 19, 2015

Ich liebe Tee

Die Tage werden wieder kälter und dunkler und ich bin mitten im Prüfungsstress. Was gibt es da schöneres als eine Tasse Tee( ehrlich gesagt eher  viele Tasse tollen Tee!). Heut kam das Teewanderpaket aus dem Bento Daisuki Forum an und ich als Teejunkie habe mich wahnsinnig gefreut.
Das Prinzip vom Teewanderpaket ist ganz einfach, jeder nimmt so viele Sorten raus, wie er will und tut die gleiche Anzahl neue Sorten wieder rein.

Ich spanne euch auf die Folter und fange hinten an. So  habe ich das Teepaket wieder auf die Reise geschickt:

Das war ganz schön schwer nur 15 Sorten wieder rein zu tun und auch nur jeweils ein Beutel. Ich habe so viele tolle Sorten, die ich gerne geteilt hätte.

Ehrlich gesagt war ich bei der Anmeldung skeptisch ob das Teewanderpaket etwas für mich ist. Ich hatte Angst, dass nichts für mich drin ist. Aber ich war positiv überrascht. Ganz viele tolle Teesorten, die ich noch nicht kannte. Das war alles im Teepaket drinnen:


Mitsamt meiner Prinzessin, die meine Teeleidenschaft geerbt hat haben wir uns schlussendlich auf 15 ! Sorten geeinigt. Sie war auch meine Teeassistentin und durfte schnuppern welcher Tee gut riecht. Denn ich bin erkältet und habe fast nichts gerochen.

Das Tee Einpacken war viel schwerer als das Tee Aussuchen. Ich habe so viel Tee, ich wußte gar nicht rein tun.  Meine Teesorten sind alle toll  und ich habe mehr als vierzig Sorten Tee gebunkert. Tja, manche sammeln Schuhe, ich habe halt einen Teetick.

Hier die kleine Auswahl an Tee, die ich rein habe zusammen mit den Originalverpackungen, die ich fürs Foto mit aufs Bild habe. Tee schmeckt und riecht ja nicht nur gut, mittlerweile ist er auch wunderschön verpackt,  wenn ich da an Pukka, Cupper, Kusmi oder Lov Organic denke.
Ich gebe es zu: einige Tees, nein ganz viele Tees habe ich auch wegen der tollen Verpackung gekauft.
Aber wer kann an so einem schönen Tee auch vobei laufen?


Und hier die Beutel, die ich rein habe, sind sie nicht schön?


Ich bin neugierig: Was ist denn euer Liebelingstee?

Montag, November 09, 2015

Herbstliebe-der Duft von Quitten


Die Tage werden kürzer. Die Nächte kälter. Alles ist vergänglich
Aber nichts ist für mich mehr die sinnliche Verkörperung des Herbstes als der Duft von Quitten.
Ich bin noch ganz klein, die Küche ist warm und ich poliere Quitten. Es hat etwas von Magie wie aus einem pelzigen Etwas plötzlich goldene Bälle mit betörend sinnlichem Duft werden.
Die Zeiten meiner Kindheit, in der die ganze Großfamilie mit Leiterwagen zur Quittenernte auszog ist längst vorbei. Doch vor kurzem, auf einem Ausflug aufs Land zu Verwandten war sie wieder da, die Magie des Herbstes.
Ein Spaziergang übers Land, verfallene Weinberge hinauf, an kahlen Feldern mit Raben vorbei, über Streuobstwiesen. Die Schönheit des Augenblickes genießen: ein wunderschöner kleiner Apfel, die Tautropfen auf einem vergilbten Blatt.











Am meisten habe ich mich aber über den geschenkten Korb Quitten gefreut.




Der Kreis schließt sich. Zuhause in der warmen Küche polierte ich mit meiner Tochter Äpfel, wir kochten Quittengelee ein und rührten und rührten danach das Quittenmus bis wir  nach langer Mühe  mit wunderbar goldrotem Quittenbrot belohnt wurden.







 Hier das Rezept für Quittengelee und Quittenbrot, das alles verwendet , auch die wunderbare Schale.




Quittengelee und Quittenbrot


Zutaten
Für das Quittenbrot
1kg Quitten
Wasser
1 kg Gelierzucker pro Liter Saft
Zitronensaft
wer mag: eine Stange Zimt, ein Sternanis, grüner Kardamon, zwei Nelken

Für das Quittenbrot
die verbliebenen Fruchtreste aus der Quittengeleeherstellung
je ein Kilo Zucker pro Kilo Fruchtmus

Nach dem Trocknen
Zucker für das Quittenbrot oder alternativ Kokosflocken oder Schokolade

Quittengelee

Die Quitten polieren und den Flaum abreiben, den Duft genießen. Die Quitten vierteln, nur den Stielansatz und die Blüte entfernen. Schale und das  Kerngehäuse werden mit verwendet für den Geschmack und zum Gelieren.

Mit den Gewürzen in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken  und mit Deckel ca eine halbe Stunde leise weich köcheln. Dann den Saft durch ein Haarsieb passieren, eventuell leicht auspressen.  Die im Sieb verbliebenen Früchte unbedingt für das Quittenbrot aufheben!

Den aufgefangenen Saft abmessen und mit Gelierzucker( 1kg Zucker pro Liter Quittensaft) aufkochen. Nach Gelierprobe sofort in in Gläser füllen.

Quittenbrot (wer mag auch Quittenmus)

Von den im  Sieb verbliebenen Früchte nun das Kerngehäuse, Kerne und eventuell grieselige harte Stellen ausschneiden. Den Rest pürieren und abwiegen und mit exakt der gleichen Menge Zucker aufwiegen.  Bie mittlere Hitze unter ständigen Rühren(Vorsicht, brennt schnell an) ca eine  Stunde oder länger einköcheln bis es goldrot und sehr klebrig-zäh ist.Wer mag kann vor dem Einkochen schon leckeres Quittenmus zur Seite stellen und zu Griesbrei,... essen. Schmeckt vorzüglich.

Die dicke Masse nun auf ein Backbleck mit Backpapier streichen und entweder mehrere Tage in einem warmen Raum trocknen lassen oder bei 80-100 Grad bei offener Backofentüre trocknen  lassen.

Abkühlen lassen und nach belieben in Rauten schneiden oder mit Ausstechern ausstechen. Mit Zucker bestreuen. bei Bedarf nachtrocknen lassen. In Blechdosen auf Backpapier mit Abstand aufbewahren (sonst klebt alles zusammen). Gut verstecken, damit die Familie nicht alles gleich aufisst.

Tipp: hebt zwei, drei Quitten in einer Schale auf und eure Wohnung wird noch tagelang nach Quitten duften!



Jule ,  das ist für Dich und Dein „Rezepte gegen den Herbstblues“ Blogevent!

http://www.kochmaedchen.de/wp-content/uploads/2015/10/Banner-Blogevent_Rezepte-gegen-den-Herbstblues.jpg